Topic: natur
Das Eichhörnchen hatte ich lange nicht gesehen. Die angebotene Walnuss lag seit dem Herbst ungeöffnet im tönernen Blumenkasten. Jetzt komme ich ins Zimmer und etwas Braunes hinterm Fenster fällt mir ins Auge, ich ich stehe sofort still, will es nicht erschrecken. Aus dieser Entfernung kann ich es mit der Nahbrille nicht genau erkennen. Es knuspert an etwas herum, das es in den Händen hält. Viele Minuten bleibe ich bewegungslos stehen, noch mit dem zugeklappten Rechner im Arm, die Brille rutscht weiter herunter. Es bemerkt mich nicht. Den Moment, als es sich wegdreht und im Blumentopf sitzt, nutze ich, um mich behutsam zu nähern. Nach einer langen Weile bin ich endlich ganz nah. Es hat eine andere Nuss ausgegraben und eine weitere, dunkel von Erde, liegt bereit. Nun leckt es, drumherum, den Rand des Blumenkastens ab, es liegt noch etwas Schnee auf der flachen Kante.
Das schöne dichte Fell, ein dunkles Rotbraun, an den Haarspitzen mit einer zarten Anmutung von Raureif. Wie schnell das Tier atmet! Später lese ich nach – 70 Atemzüge pro Minute, auf mich wirkt es aufgeregt, aber nervöse Bewegungen sind seine Natur. Der runde Bauch; buschig und weniger dicht sein Schwanz, die hageren Krallenhände, lustige Ohrzipfel, schöne Augen, wachsam, aber mich - zentimeternah, nur durch die Scheibe getrennt – scheint es nicht wahrzunehmen als Gegenwart, von der eine Gefahr ausgehen könnte, es fühlt sich keinesfalls gestört durch meinen Blick, der auf seinem Körper herumsucht und jedes Detail liebevoll betrachtet.
Das schöne dichte Fell, ein dunkles Rotbraun, an den Haarspitzen mit einer zarten Anmutung von Raureif. Wie schnell das Tier atmet! Später lese ich nach – 70 Atemzüge pro Minute, auf mich wirkt es aufgeregt, aber nervöse Bewegungen sind seine Natur. Der runde Bauch; buschig und weniger dicht sein Schwanz, die hageren Krallenhände, lustige Ohrzipfel, schöne Augen, wachsam, aber mich - zentimeternah, nur durch die Scheibe getrennt – scheint es nicht wahrzunehmen als Gegenwart, von der eine Gefahr ausgehen könnte, es fühlt sich keinesfalls gestört durch meinen Blick, der auf seinem Körper herumsucht und jedes Detail liebevoll betrachtet.
akrabke | 07. Februar 2026, 07:51 | 0 Kommentare
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